Standardsoftware vs. Individualsoftware

Vor- und Nachteile im Vergleich...

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Optische und magnetische Speichermedien.
Optische und magnetische Speichermedien.

Für jeden IT-Entscheider stellt sich irgendwann einmal die Frage, ob für die Realisierung eines bestimmten Projekts auf Standardsoftware zurückgegriffen oder die Entwicklung einer maßgeschneiderten Lösung in Form von Individualsoftware in Auftrag gegeben werden soll.

Um die Antwort aber gleich vorweg zu nehmen: Diese Frage kann pauschal nicht mit einem simplen „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden. Leider.

Das Weiterlesen lohnt sich aber dennoch…

Die Wahl einer bestimmte Methodik ist von einer Vielzahl Faktoren abhängig, die angesichts der Projektdetails unterschiedlich gewichtet werden müssen und sich zudem gegenseitig beeinflussen können.

Gedacht als kleine Entscheidungshilfe möchte ich im folgenden einige grundlegende Unterschiede der beiden Softwaretypen näher beleuchten.

Der Faktor Zeit

Zunächst einmal spielt der für die Realisierung benötigte Zeitaufwand eine nicht ganz unwichtige Rolle. Zeit ist schließlich Geld, auch und gerade in der IT.

Standardsoftware steht naturgemäß sofort zur Verfügung. Oft können während der Realisierungsphase mehrere Produkte parallel auf ihre Eignung hin getestet werden. Bis zum Produktiveinsatz ist der Weg dann nur noch ein kurzer.

Bei Individualsoftware hingegen ist eine intensive Mitarbeit des späteren Anwenders (also des Auftraggebers) vonnöten:

Dies beginnt bereits in der Planungsphase, um eine möglichst vollständige Bedarfsanalyse durchführen zu können, setzt sich dann bei wiederkehrenden Previews während der Entwicklung fort und endet schließlich in der gemeinsam vorzunehmenden Implementierung.

Nachlässigkeiten bei der Planung führen oft zu zeitaufwändigen Anpassungen während der Realisierung. Mit unabsehbaren Folgen für die Einführung des fertigen Produkts. Dies kann bei zeitkritischen Projekten ein hohes Risiko in sich bergen und schlimmstenfalls das Scheitern des Projekts bedeuten.


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Die Kostenfrage – eine Milchmädchenrechnung ?

Nicht ganz unwichtig dürfte für viele Projekte auch die Einhaltung des verfügbaren Budgetrahmens sein. So weit, so gut.

Allerdings sind die reinen Anschaffungskosten (Lizenzgebühren bei Standardsoftware oder Entwicklungskosten für Individualsoftware) zumindest bei größeren Projekten immer nur ein Teilaspekt:

Insbesondere für unternehmenskritische Anwendungen (also solche, die essentielle betriebliche Abläufe unterstützen) ist die Gewährleistung von Support und die Verfügbarkeit regelmäßiger Aktualisierungen durch den Softwareanbieter essentiell.

Hierfür stehen im Bereich der Standardsoftware für gewöhnlich langfristig ausgelegte Support- und Update-Vereinbarungen zur Verfügung.

Bei Individualsoftware ist dies über einen Wartungsvertrag geregelt, welcher bestimmte Leistungen des Entwicklers dem Kunden in einem streng definierten Rahmen garantiert.

Im Fall von Standardsoftware kann meist aus einer Reihe vordefinierter Leistungspakete gewählt werden.

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