Der beste Weg zum sicheren Passwort

Ein kleiner Ratgeber zum Thema Passwörter...

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Sind gute Passwörter wirklich so schwer zu finden ?
Sind gute Passwörter wirklich so schwer zu finden ?

Was verbindet Homebanking, Shopping-Websites, SSH-Accounts und soziale Medien miteinander ? Richtig, die Notwendigkeit eines sicheren Passworts. Und das ist oft leichter gesagt als getan.

Die meisten Hacker benötigen nämlich gar keine komplizierten Tools, um an Ihre persönlichen Daten zu gelangen oder auf Ihre Rechnung einkaufen zu gehen. Das einzige was sie brauchen, ist eine Liste gängiger Passwörter und etwas Geduld.

Die größten Passwort-Sünden

Zu einfach…

Auch wenn mittlerweile bei den meisten Web-Diensten eine Mindestlänge und die gemeinsame Nutzung von Buchstaben und Zahlen vorgegeben wird, machen es sich viele immer noch zu einfach: passw0rt, vorNam3 oder 01.09.l977 sind allesamt gültige Passwörter, aber bestimmt nicht sicher.

Zu persönlich…

Der Name des Haustieres oder das eigene Geburtsdatum führen zwar die Hitliste der beliebtesten Passwörter an, aber im Grunde taugen sie dafür nichts. Solche Begriffe lassen sich ziemlich schnell erraten.

Zu oft…

Es ist eine gefährliche Bequemlichkeit, ein und dasselbe Passwort für verschiedene Dienste zu nutzen.

Sind nämlich dem Hacker erst einmal Ihre Zugangsdaten für ein schlecht abgesichertes Forum in die Hände gefallen, nützt selbst das beste Passwort nichts mehr, wenn es auch fürs Homebanking und Accounts bei soziale Medien verwendet wurde.

Zu selten…

Passwörter sind nichts für die Ewigkeit und sollten regelmäßig geändert werden. Wie häufig, darüber streiten selbst Sicherheitsexperten. Als Faustregel gilt, daß man Zugangsdaten alle drei Monate aktualisieren sollte.

Übrigens, es muss nicht gleich ein komplett neues Passwort sein: Ändern Sie einfach ein oder zwei Zeichen oder fügen eine weitere Stelle hinzu. So können Sie sich das neue Passwort weiterhin gut merken.


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Zum sicheren Passwort in drei Schritten

Schritt 1: Denken Sie sich einen beliebigen Satz mit ungefähr zehn Worten aus. Der Satz sollte für Sie sinnvoll sein (dann bleibt er besser im Gedächtnis).

"Am letzten Sonntag waren wir mit Susi am Badesee schwimmen."

Schritt 2: Verwandeln Sie den Satz in eine Reihe von Buchstaben, indem Sie den Anfangsbuchstaben (oder den letzten Buchstaben) eines jeden Wortes nutzen.

"AlSwwmSaBs"

Schritt 3: Jetzt geht es darum, das Passwort komplexer zu machen, ohne selbst den Durchblick zu verlieren. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Aus klein wird groß und umgekehrt: "aLsWWMsAbs"
Die erste Hälfte des Alphabets als Großbuchstaben (A-M): "ALswwMsABs"
...
Und weil's so schön ist, noch ein paar Sonderzeichen: "#ALswwMsABs+"

Passwörter merken – aber richtig !?

Nur wenige von uns haben das sprichwörtliche Gedächtnis eines Elefanten. Oft werden deshalb Passwörter einfach auf einem Zettel notiert und unter die Tastatur gesteckt. Naja, nicht gerade die beste Lösung.

Sicherer ist es, online genutzte Passwörter im Webbrowser abzulegen und dort (natürlich ebenfalls verschlüsselt, also passwortgeschützt) zentral zu speichern.

Und alle anderen Zugangsdaten sollten zumindest in einer abschließbaren Kassette oder Schublade landen. Nicht, daß sich der Nachwuchs am Ende doch Papas Zugang zum Online-Casino zu eigen macht. 😉

Daneben gibt es spezielle Software in Form von Passwort-Managern, die teilweise durch Hardware-Dongles (USB-Sticks, SD-Karten) noch mehr Sicherheit bieten. Diese aufwändigen Methoden lohnen sich vor allem dann, wenn Sie geschäftlich genutzte Zugangsdaten verwalten.


Stand der Informationen: August 2017
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