Sieben Tipps, wie Sie gefälschte Kundenbewertungen erkennen

Erbettelt, gedrängt, bezahlt - Produktrezensionen im Netz...

Werbung
Wenn es nur immer so einfach wäre, gefälschte Produktbewertungen zu erkennen... ;-)
Wenn es nur immer so einfach wäre, gefälschte Produktbewertungen zu erkennen... ;-)

Produktrezensionen sind eine gern genutzte Orientierungshilfe beim Einkauf im Netz. Doch gefälschte Bewertungen stellen ein immer größer werdendes Problem dar – nicht nur für Kunden, auch für seriöse Händler.

Unser Check zeigt Ihnen, worauf Sie bei Produktrezensionen in Online-Shops achten sollten und woran man Fakes zweifelsfrei erkennt.

1 | Anzahl der Bewertungen eines Produkts

Je mehr, desto besser – stimmt nicht. Wenn selten gekaufte Nischenprodukte mit mehreren Dutzend Bewertungen (positive natürlich) werben, kann etwas nicht mit rechten Dingen zugehen. Insbesondere, falls die Konkurrenz gerade einmal eine Handvoll Meinungen abbekommen hat.

Natürlich ist es bei beliebten Produkten (z.B. Smartphones oder Bücher) durchaus möglich, daß kurz nach der Markteinführung bereits Hunderte Käufer ihren Senf dazugeben möchten, aber die Regel ist es nun einmal nicht.

2 | Schwankungsbreite der Meinungsbilder

Spalten sich die Rezensenten eines Produkts in zwei Lager, dann sollten die Alarmglocken läuten. Denn wenn von einhundert Schreibern gerade einmal zwanzig Lobeshymnen anstimmen, während achtzig andere den Artikel in der Luft zerreißen, kann etwas nicht mit rechten Dingen zugehen.

3 | Länge der Rezensionen

Endlos lange Bewertungen sollten misstrauisch machen. Sie dienen häufig dazu, den Leser mit banalen Informationen förmlich zu erschlagen und den Eindruck eines besonders ausführlichen Tests zu erwecken.

Echte Kunden nehmen sich für gewöhnlich wenig Zeit und schreiben so auch eher kürzere Bewertungen.

4 | Sprache und Stil der Rezensionen

Ähneln sich mehrere Bewertungen in Sprache und Stil (Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung), kann das ein untrügliches Zeichen dafür sein, daß sie aus der Feder ein und derselben Person stammen.

5 | Negative Bewertungen beurteilen

Käufer nehmen sich oft dann Zeit für eine Rezension, um negative Erfahrungen in die Öffentlichkeit zu bringen und so ihrem Ärger Luft zu machen. Wer hingegen mit seinem Einkauf glücklich ist, sieht wenig Veranlassung dafür, dies anderen kund zu tun.

Deshalb sollte man negative Bewertungen gründlich durchlesen und miteinander vergleichen:

Stehen immer wieder dieselben Punkte im Fokus der Kritiker, kann da schon ein Fünkchen Wahrheit drin stecken. Liefert jemand hingegen nur Hasstiraden und verbale Rundumschläge ab, darf dessen Meinung getrost ignoriert werden.

6 | Positive Bewertungen beurteilen

Für eine realistische Einschätzung eines Produkts spielen neben den negativen Bewertungen auch die positiven eine Rolle. Nimmt sich ein Rezensent Zeit, auf die Details eines Artikels einzugehen, erklärt das Wie und Warum seines Urteils und macht auch einige kritische Anmerkungen – dann können Sie sich für gewöhnlich auf dessen Aussagen verlassen.

Regnet es hingegen nur Superlative und scheint jemand derart von dem Produkt begeistert, daß man glauben könnte, die Rezension sei unter Einwirkung von Glückspillen zustande gekommen – ein solches Meinungsbild darf ruhig kritischer eingeordnet werden.

7 | Accounts der Rezensenten prüfen

Auf großen Marktplätzen wie Amazon und eBay lassen sich die Nutzerprofile der Kunden einsehen. Eine hilfreiche Sache, um Berufsrezensenten zu entlarven (viele, ausschließlich positive Bewertungen), ebenso wie frustrierte Wutschreiber (gerade mal eine Handvoll ausschließlich negative Bewertungen im Profil).


Stand der Informationen: Februar 2018
Wichtig: Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen und rechtlichen Hinweise für diesen Beitrag !

Werbung