Das perfekte Meta-Tag „description“

SEO-Grundlagen: Meta-Description - das müssen Sie wissen...

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Meta-Tag "description" - so lässt sich mit kleinen Änderungen das Ranking positiv beeinflussen.
Meta-Tag "description" - so lässt sich mit kleinen Änderungen das Ranking positiv beeinflussen.

Das Meta-Tag „description“ ist eines der letzten klassischen Meta-Elemente, welches direkte Auswirkungen auf die Arbeit der Suchmaschinen nimmt.

Dabei handelt es sich allerdings um einen indirekten Rankingfaktor; das bedeutet, sein Inhalt wird von Suchmaschinen nicht zur Einstufung einer Website herangezogen, sondern lediglich bei der visuellen Darstellung der Suchergebnisse berücksichtigt.

Hier spielt das Meta-Tag „description“ aber seine ganze Stärke aus: Auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu landen ist nämlich nur der halbe Sieg; den Suchenden dazu zu bewegen, auf einen Treffer zu klicken – das ist die große Kunst des Suchmaschinen-Marketings.

Verwendung von Meta „description“

Aber alles schön der Reihe nach. Beantworten wir zunächst einmal die Frage, was denn das Meta-Tag „description“ überhaupt macht.

Wie sein Name schon andeutet, liefert es eine Beschreibung des Seiteninhalts. In ein, zwei Sätzen soll zusammengefasst werden, was den Besucher auf der jeweiligen Webseite erwartet.

Die Einbettung erfolgt im Header des HTML-Dokuments, also im Kopfbereich:

<head>
...
<meta name="description" content="Hier erhalten Sie mehr Informationen über dies und das.">
...
</head>

In den Anfängen des Webs (während der späten 1990er Jahre) nahmen Suchmaschinen die Inhalte dieses Tags gezielt in ihren Index auf. Inzwischen sind die Algorithmen der Spider aber so ausgereift, daß sie die Inhalte einer Website direkt erfassen und indexieren können.

Das Meta-Tag „description“ ist heute Teil der Suchergebnisse und wird zusammen mit dem Titel (sowie eventuell weiterer strukturierter Daten) in den Trefferlisten angezeigt.

So sieht die Trefferliste einer Suchmaschine aus. Als Exzerpt dient häufig - jedoch nicht immer - das Meta-Tag "description". Es sollte daher auf den Benutzer ansprechend wirken.
So sieht die Trefferliste einer Suchmaschine aus. Als Exzerpt dient häufig – jedoch nicht immer – das Meta-Tag „description“. Es sollte daher auf den Benutzer ansprechend wirken.

Die perfekte Meta „description“…

Sie schreiben die „description“ nicht für Suchmaschinen, sondern für die potentiellen Besucher einer Seite. Und dabei hilft das AIDA-Prinzip, ein aus dem Marketing bekanntes Werbewirksamkeitsmodell:

  • Attention – Aufmerksamkeit erregen
  • Interest – Interesse schüren
  • Desire – Verlangen wecken
  • Action – eine Handlung anstoßen

Mit anderen Worten: Nutzen Sie Slogans und Schlagwörter, arbeiten spezifische Merkmale des Seiteninhalts heraus und offerieren einen Mehrwert.

Verzichten Sie auf bloße Aufzählungen und vermeiden Schachtelsätze – auf den Lesefluss kommt es an. Denken Sie beim Schreiben einer „description“ immer an die Zielgruppe !

Die optimale Länge einer „description“ bewegt sich um die 200 bis 300 Zeichen:

Längere Texte stellen prinzipiell kein Problem dar, werden in der Trefferliste aber gekürzt. Zu knappe Beschreibungen können hingegen dazu führen, daß sich Suchmaschinen andere Textpassagen aus dem Inhalt der Website ziehen und die Meta „description“ links liegen lassen.

Beispiel für eine gelungene Meta „description“

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  • Die Länge liegt mit 267 Zeichen im oberen Drittel des Empfohlenen.
  • Es wurden etliche Schlüsselbegriffe verwendet, auf welche auch die Website hin optimiert ist („Meta-Tags“, „Meta-Elemente“, „Mailänder-SEO-Woche“, „SEO“).
  • AIDA: Die Begriffe „preiswert“, „günstig“ und „Deutschlands Testsieger“ erregen Aufmerksamkeit (attention), der Hinweis auf eine renommierte Veranstaltung („Mailänder-SEO-Woche“) schürt das Interesse (interest) und weckt zudem das Verlangen nach weiteren Informationen (desire). Die Aufforderung „bestellen Sie jetzt !“ soll die Handlung (action) auslösen.

Die CTR ist alles !

Mit CTR bezeichnet man die „Click-Through-Rate“, also das Verhältnis von Klicks auf einen Link im Vergleich zur Häufigkeit seiner Darstellung. Eine gut formulierte Meta „description“ kann wahre Wunder bewirken:

So ist es mit einer optimierten Beschreibung durchaus möglich, selbst auf Seite zwei oder drei der Trefferliste bei einer Suchanfrage viele Klicks einzusammeln, während die vermeintlich stärkere Konkurrenz auf Seite eins leer ausgeht.

Die schlimmsten Fehler beim Meta „description“

Sonderzeichen

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Wer eine solche Meta „description“ mit den Attributen aufmerksamkeitsstark und auffallend betitelt, hat sicher nicht ganz unrecht. Doch könnte das schnell zum Bumerang werden:

Suchmaschinen erlauben zwar generell die Nutzung von Sonderzeichen, Smileys und Großschreibung – strafen jedoch deren übertriebene Nutzung auch schnell ab. Mögliche Folgen können eine Herabstufung der jeweiligen Seite bis hin zu deren vollständigen Ausschluß aus der Suche sein.

Außerdem darf man die Wirkung auf den Leser nicht unterschätzen. Gerade bei Shops oder im B2B-Bereich zählen Seriosität und Vertrauenswürdigkeit mehr als Effekthascherei.

Unser Rat: Verzichten Sie auf derart infantile Spielereien !

Eine-für-alles

Auch bei der Entwicklung einer Website randaliert manchmal der innere Schweinehund… da könnte man schnell der Versuchung erliegen, eine universelle Meta „description“ zu schreiben, die dann für alle Seiten der Website zum Einsatz kommt.

Sinn und Zweck der „description“ ist aber gerade, jede Seite individuell zu beschreiben. Verzichten Sie dann lieber ganz darauf – Suchmaschinen erstellen in solchen Fällen selbst ein Exzerpt aus den Inhalten. Von Nachteil ist natürlich die fehlende Kontrolle darüber, welcher Auszug in der Trefferliste angezeigt wird.

Vorspiegelung falscher Tatsachen

Versprechen Sie in der „description“ nichts, was die Seite nicht halten kann. Werbung meint zwar auch immer ein wenig Übertreibung, aber falsche Angaben vergrämen potentielle Kunden.

Stark allgemein formulierte Texte wie „Wir sind Ihr kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen rund um Haus und Garten.“ lösen ebenfalls nicht gerade Begeisterungsstürme bei Suchenden aus.

Übrigens, zu den absoluten No-Gos zählt „Klickbaiting“ – also das Schüren von falschen Erwartungen 1] durch sensationslüsterne Andeutungen. Der Nutzer mag zwar klicken und Ihre Seite besuchen, diese aber auch ziemlich schnell wieder enttäuscht verlassen. Und das bringt es ja letzten Endes auch nicht.

Rechtschreibung, Grammatik und Stil

Bloße Aufzählungen, mangelhafte Orthographie und schlechter Schreibstil – da kann eine Seite noch so tolle Inhalte liefern, aber derartige Fehler schrecken einfach ab. Prüfen Sie also die „description“ genauso sorgfältig wie alle anderen Texte auf Ihrer Website.


1] Der Link führt zu einem Beitrag unserer Kollegen vom DigitalLifestyle-Magazin.

Stand der Informationen: Mai 2018
Wichtig: Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen und rechtlichen Hinweise für diesen Beitrag !

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